Waisenkinder in den Flood Camps in Nchalo zurückgeblieben

Nachdem die Flutkatastrophe überstanden war, kehrten die Menschen in ihre Dörfer zurück, um ihre Häuser wieder aufzubauen und ihr Leben wieder einzurichten. In den Camps in Nchalo blieben 33 Kinder im Alter zwischen 8 und 13 Jahren zurück. Ihre Eltern kamen in den Fluten ums Leben.

Von staatlicher Seite kann mit keiner Hilfe gerechnet werden. Die Kinder sind völlig auf sich allein gestellt. Eine solche Situation ist für uns unvorstellbar. Momentan versorgt sie YCD mit Grundnahrungsmitteln, Kleidung und Decken für die Nacht. Die Spendengelder für die Flutkatastrophe sind jedoch fast aufgebraucht.

Die Mitarbeiter von YCD besuchen die Kinder täglich, reden und spielen mit ihnen, versuchen Lösungen mit ihnen zu finden. Verwandte zu finden, die sie aufnehmen, ist quasi aussichtslos. Die Familien sind allesamt so arm, das seine Aufnahme von weiteren Kindern nicht möglich ist. Hunger ist noch immer täglicher Begleiter der Menschen seit der Flutkatastophe.

Patimalawi ist mit YCD dabei, eine langfristige Lösung für die Kinder zu finden. Dies wird jedoch einige Zeit in Anspruch nehmen. Mit Hilfe von Spenden können die Kinder bis dahin in dem Lager sicher versorgt, untergebracht und begleitet werden.

Wir bedanken uns bei allen Spendern im Namen der 33 Waisenkinder in Malawi

Weisenkinder durch Tropensturm Ana
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Weisenkinder durch Tropensturm Ana
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Weisenkinder durch Tropensturm Ana
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Weisenkinder durch Tropensturm Ana
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Schweizer Konto:
Kontoinhaber: Pamodzi Tingathe
Adresse: Dättnauerstr. 99, 8406 Winterthur
Zürcher Kantonalbank

IBAN.: CH91 0070 0114 8029 7414 9

BIC: ZKBKCHZZ80A

Deutsches Konto:

Kontoinhaber: Birgit Zurbrügg, Spende für Malawi

Adresse: Dättnauerstr. 99, 8406 Winterthur

Kreissparkasse Tuttlingen

Kontonr.: 21661507

IBAN: DE15 6435 0070 0021 6615 07

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Nachricht aus Malawi:

Greetings from the warm heart of Africa - Malawi.

Please find attached a final report about all the activities YCD and PATIMALAWI have been implenting during this time of flood disaster in Malawi.

 

Let me also take this opportunity to thank PATIMALAWI Board many times for your support in this. Our word of thanks should also go to all PATIMALAWI members for their continuous support.

We would like also to thank all well-wishers from both Switzerland and Germany for their generous contribution towards supporting the flood victims in Malawi. To you all we say THANK!!

 

In solidarity and Partnership,

Francis Folley.

Auch in der dritten und vierten Woche der Flutkatstrophe wird die Bevölkerung rund um Nchalo von Patimalawi und YCD mit Nahrungsmitteln und Hygieneartikeln versorgt. Letzten Samstag stieg der Wasserspiegel aufgrund starker Regenfälle erneut an, was die Heimkehr in die Dörfer für die Menschen verzögert.

 

Wir konnten die Versorgung lückenlos gewährleisten und ausweiten. Immer wieder findet YCD Menschen, die seit Tagen nichts mehr gegessen haben und versorgt sie mit Mais und Soja.

 

Lest selbst den Bericht von Francis…

In der zweiten Woche konnten wir unglaubliche CHF 7500.- Spendengelder nach Malawi schicken, die wirklich dringend benötigt wurden. Auch in der zweiten Woche nach Beginn der Flutkatastrophe ist YCD / Patimalawi die einzige NGO, die das Gebiet mit Nahrungsmitteln versorgt.

Wir sind mit den Organisationen Unicef, World Vision und Ärzte ohne Grenzen im E-Mail-Kontakt und hoffen, dass nach Versickerung des Flutwassers und provisorischer Wiederherstellung der Zufahrtsstrasse zum Gebiet die Hilfslieferungen von diesen grossen Organisationen übernommen werden können.

Zum grossen Glück haben wir alle so schnell reagiert. Viele dieser Menschen wären tatsächlich verhungert, wenn durch unsere finanzielle Hilfe und dem unermüdlichen und körperlich sehr anstrengenden Einsatz der Mitarbeitenden von YCD keine Maislieferungen stattgefunden hätten.

Einen detaillierten Bildbericht von Francis Folley aus Malawi seht ihr hier:

Überschwemmung Malawi
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Überschwemmung Malawi
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Überschwemmung Malawi
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Überschwemmung Malawi
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Im Süden ist quasi das ganze Land überflutet, Häuser und Saaten wurden weggespült und die Menschen fliehen in die Städte Nchalo, Chikwawa und Nsanje, wo sie Zuflucht suchen.  Francis Folley von YCD in Nchalo berichtet, es gibt weder Nahrung noch sauberes Trinkwasser und viele Menschen schlafen auf der Hauptstrasse auf dem Asphalt, da diese etwas höher liegt und dadurch teilweise trocken bleibt. Letzten Sonntag informierte uns Francis, dass die Kirchen und Schulen, die nicht überflutet sind, Zufluchtsorte wurden und dass viele Menschen schon 2-3 Tage nichts mehr gegessen haben. Kurzerhand konnten wir letzte Woche CHF 2500.- zu YCD schicken. Francis und sein Team schafften es, nach Blantyre durchzukommen, Maissäcke zu besorgen, Mehl zu mahlen und zurück nach Nchalo zu bringen. Im heutigen Zoom sagte er uns, dass ohne diese Aktion viele Menschen bereits verhungert wären. Sauberes Trinkwasser gibt es keines und die Leute trinken das Flutwasser, bekommen Durchfall und Fieber.

 

Im Internet fanden wir noch dieses kurze Video, das das Ausmass der Katastrophe zeigt:

https://www.sueddeutsche.de/panorama/tropensturm-ana-zerstoert-ernten-und-haeuser-im-suedlichen-afrika-1.5516186

 

Lange Rede, kurzer Sinn: Die Leute brauchen dringend Nothilfe. Sie verhungern.
Die Regierung ist nirgends, auch andere NGO’s wurden bis jetzt in Nchalo nicht gesehen. Patimalawi ist bisher die einzige Organisation, die in Nchalo aktiv hilft.

Lasst uns weiterhelfen!

 

Hier eine kurze Factliste:

  • Die knapp 800 Menschen die bisher Nahrung erhalten haben, sind etwa ¼ der insgesamt hilfsbedürftigen Menschen in und um der Kleinstadt Nchalo. Mit CHF 2500.- können diese Menschen für 10 Tage Nahrung erhalten.

  • Es ist für Francis und sein Team möglich, in Blantyre Mais zu besorgen und zu mahlen. Obwohl die Strasse teilweise überflutet ist und von Blantyre abgeschnitten, können dank seinem Netzwerk die Maissäcke auf dem Kopf durch die überfluteten Strassenteile getragen und auf der anderen Seite weitertransportiert werden.

  • Die Menschen brauchen:
    - Nahrung für mindestens 2-3 Monate
    - Ärztliche Versorgung (dringend)
    - Saatgut
    - Unterstützung im Aufbau der Häuser
    - Benzin für Transporte und den Generator

 

Was macht Patimalawi?

  • Mit Francis haben wir besprochen, dass er und sein Team sich darauf fokussieren, vorerst Nothilfe zu leisten (Nahrung zum Überleben und Plastikplanen für Notunterstände) und in einem zweiten Schritt, die Menschen zu unterstützen, den Wiederaufbau ihrer Häuser und ihrer Lebensgrundlagen in Angriff zu nehmen.

  • Wir werden sämtliche Spenden umgehend zu YCD überweisen. Wir sind mit Francis im engen Kontakt, um die jeweils nächsten Schritte zu planen und an die Notlage anzupassen

  • Wir senden diesen Newsletter auch an Ärzte ohne Grenzen, Unicef, Rotes Kreuz, und werden nachfragen, woran es liegt, dass bisher keinerlei ärztliche Versorgung in dem Gebiet angekommen ist (die Behandlung von Durchfallerkrankungen und die Versorgung mit sauberem Trinkwasser wäre ja so dringend um Leben zu retten).

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16 Tage gegen Gewalt an Frauen

Tropensturm Ana überschwemmt den
Süden von Malawi

Gemeinsam mit der örtlichen Polizei geht YCD während der 16 Tage gegen Gewalt an Frauen vom 25. November 2021 - 1.. Dezember 2021 täglich in die Dörfer Süd-Malawis, um die Child Marriage Campagne fortzuführen. Dabei werden die Familien in den Dörfern über die Zwangsheirat von Kindern aufgeklärt und sensibilisiert. Zusätzlich nutzen wir diesen Kontakt zu den Dörfern um über den neuen Omicron Virus und dessen Auswirkungen zu berichten. Wir weissen auf die Gesundheits- und Hygienemassnahmen hin, welche eine drastische Verbreitung verhindern. 
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Besuch in Malawi Juli 2021

Während eines zweiwöchigen Besuchs in Nchalo konnten wir in diesem Jahr unsere Projekte besuchen und begleiten und mit den Kollegen bei YCD wichtige Anliegen und Zukunftsvisionen besprechen. Von Francis Folley und seiner Frau Cecilia Chochoma wurden wir herzlich willkommen geheissen. Wir waren sehr beeindruckt, welche Fortschritte in den Projekten während der letzten zwei Jahren gemacht wurden und möchten einige Bilder zeigen:
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Unsere Leistungen und Erfolge 2021

 

Schulprojekt

Um eine möglichst nachhaltige Art des Schulsupports zu ermöglichen, haben wir in diesem Jahr das "Geissenprojekt" gestartet. Wir kauften 2.5ha Land, bauten einen grossen Stall und eine Wasserstelle für 100 Geissen. Ziel des Projekts ist, durch den Verkauf des Geissen-Nachwuchses in ca. 2 Jahren die eigenständige Finanzierung der Schulgelder für 150 Schulkinder zu gewährleisten - ohne Spendengelder. Und nebenbei wurden noch 2 Arbeitsplätze für Geissenhüter geschaffen.

Wir freuen uns sehr über diese tolle Idee von YCD und die sehr gelungene und professionelle Installation. Vielen Dank an das Team in Malawi!
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End Child Marriage Projekt

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Die wirtschaftlichen Schocks der Covid-19-Pandemie und die wiederholten Schulunterbrechungen haben in Malawi zu einem Anstieg von Kinderehen und Teenager-Schwangerschaften geführt.

Dem konnten wir in diesem Jahr wie folgt entgegenwirken:

 

83 Kinderehen in den Distrikten Chikwawa und Nsanje in Malawi konnten beendet werden.

 

Wir haben 28 Opfern von Kinderehen individuelle Beratungsgespräche angeboten.

 

Wir haben drei Gruppenberatungen für Opfer von Kinderehen durchgeführt.

 

Wir haben es erfolgreich geschafft, zusammen mit den traditionellen Führern und Regierungsbeamten 25 Dörfer zu besuchen, um Gemeinschaftskampagnen gegen Kinder-/Zwangsheiraten durchzuführen.

 

Wir haben Daten von Opfern von Kinderehen und Faktoren von Kinderehen in 25 Dörfern im Distrikt Chikwawa gesammelt. Wir taten dies zusammen mit Regierungsbeamten, traditionellen Führern und der Polizei.

 

Wir haben zwei Massenkundgebungskampagnen zum Ende der Kinderheirat durchgeführt

 

In diesem herzigen Video erklärt auf einer Dorfkundgebung eine Mutter den anwesendenen Dorfbewohnern, weswegen es wichtig ist, dass Mütter ihre Töchter ermutigen, in die Schule zu gehen. Sie nimmt dabei ein Beispiel einer Muttergans, die den kleinen Gänschen zeigt, wie sie laufen sollen und meint damit, dass die Eltern ein Vorbild für die KInder sein sollen. Hier ist sehr schön zu sehen, wie die malawische Kultur funktioniert. 

Prison Project

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Bereits zum zweiten Mal konnte in diesem Jahr ein Life Skills Programm durchgeführt werden. Das zweite wurde im Juli abgeschlossen, sodass Birgit und Matthias an der Diplomfeier teilnehmen konnten. 

Pamodzi Tingathe ist auf Instagram!

  • Instagram

Alle 2 Wochen posten wir Bilder mit Infos, wie die Projekte voran gehen, was gerade bei YCD und in Malawi passiert und Infos zu unserem Verein.
Über ein follow freuen wir uns sehr!

@patimalawi

Patimalawi - Sommerfest

Unser jährliches Sommerfest samt Jahresversammlung fand am Sonntag, 12. September 2021 statt.

Es wurde gefeiert, gegrillt, eine Fotopräsentation der Reise nach Malawi von Birgit und Matthias gehalten und spannende Gespräche Geführt. 

Wir danken allen Teilnehmern für den tollen, interessanten und lustigen Tag!

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Buchtipp

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Felwine Sarr

Afrotopia

 

Auflage: 5

176 Seiten, Gebunden

 

Originaltitel: Afrotopia (Französisch)

Übersetzung: Max Henninger

 

Erschienen: 2019

ISBN: 978-3-95757-677-4

›Dunkler Kontinent‹, ›Elendsgebiet‹ oder ›Rohstofflager der Welt‹, noch immer denken und reden wir über Afrika in Stereotypen. Und noch immer ist der Maßstab, mit dem wir den Zustand und die Perspektive des Kontinents beurteilen, das Entwicklungsmodell des Westens, selbst wenn sich dieses weltweit als höchst zerstörerisch erwiesen hat. In seinem bahnbrechenden Manifest, das zugleich Analyse und Utopie ist, fordert Felwine Sarr eine wirkliche Entkolonialisierung Afrikas, indem es sich auf seine vergessenen und verdrängten geistigen Ressourcen zurückbesinnt, ohne gleichwohl den Kontakt mit der Moderne zu verleugnen. So findet sich eine Fülle kulturellen und geistigen Reichtums, die auf ein anderes, ausgeglicheneres Verhältnis zwischen den Menschen und zwischen Mensch und Natur verweist. Die afrikanische Kulturrevolution bietet dabei auch für den Rest des Planeten dringend benötigte Ansätze, um eine bewusstere und würdevollere Zivilisation zu begründen. In 35 Jahren wird ein Viertel der Weltbevölkerung in Afrika zuhause sein – höchste Zeit, die verborgene Lebenskraft des Kontinents zu entdecken und das Zeitalter des Afrofuturismus einzuläuten.